26.03.2025 Mittwoch
Haus pickobello, Concördchen reisefertig. Drei große Koffer sind gepackt mit meinen Klamotten für die „Anstalt“ für alle Lagen, Leistungen und Bedürfnisse. Erstaunlicherweise passen sie noch in die eigentlich lückenlos gefüllte Heckgarage. Platz ist in der kleinsten Hütte, das beweist unser Concördchen immer wieder. Es geht los. Nachmittags rollen wir vom Hof zum Tagesziel Düsseldorf, keine weite Reise, aber gut 160 km, die wir am nächsten Tag zum folgenden Ziel nicht fahren müssen. Außerdem wollen wir gerne eine Stippvisite bei unserem ältesten Sohn machen, der uns im von ihm geführten 25hours Hotel mitten in der Stadt die Anlieferer-Zufahrt zum Nächtigen reserviert hat. Sehr praktisch, alles klappt perfekt, und wir genießen alle zusammen mit unserem jüngsten Sohn, der aus Köln dazu kommt, einen schönen Abend. Und wenn einem am nächsten Morgen ein strahlender Hoteldirektor persönlich den Kaffee und frische Brötchen ans Womobett bringt, hat man alles richtig gemacht ;-).
27.03.2025 Donnerstag
Mit dem festen Vorsatz, jetzt aber mal häufiger mit dem Womo nach Düsseldorf in die Anlieferzone zu reisen und Timo, der nur 5 Minuten vom Hotel entfernt wohnt, zu besuchen, ziehen wir weiter Richtung Norden. Heutiges Ziel ist Lüneburg, das in Camperkreisen so oft und so schwärmerisch beschriebene Lüneburg, das wir noch nicht gesehen haben. 400 km liegen vor uns, wovon einige zunächst durch den Ruhrpott führen, der überall mit bunten Farbklecksen und strahlend weiß blühenden Sträuchern vor blauem Himmel aufwartet.
Durch den Teutoburger Wald nähern wir uns der Heide. Nach Abfahrt von der AB passieren wir auf gleicher Route wie im letzten Jahr wieder etliche „Freisteherinnen“ im Wohnwagen in abgehenden Waldwegen. Die Geschäfte im horizontalen Gewerbe scheinen zu fluppen, da hat keine im letzten Jahr krisengebeutelt aufgeben müssen. Amelinghausen kommt in Sicht. Hier haben wir im letzten Jahr am Lopausee einen wirklich schönen Zwischenstopp gemacht. Aber heute geht‘s 15 km weiter bis Lüneburg.
Den SP auf den Sülzwiesen erreichen wir ohne Probleme. Ordentlich angelegt liegt der große Platz zentral direkt an einer sehr weitläufigen Parkanlage. Wir haben freie Platzwahl, es ist noch früh am Nachmittag. Das ändert sich aber im Verlauf bis abends, ein Womo nach dem anderen schwirrt herein, offensichtlich sehr begehrtes Ziel. Wir schlendern etwas herum, leben uns im Womo nach längerer womoloser Zeit ein und genießen den Sonnenplatz an frischer Luft. Abends bleibt die Küche kalt, Wim beschafft von einem Griechen am Ende der Sülzwiese einen Bauernsalat mit Gyros. Sehr lecker und empfehlenswert.
28.03.2025 Freitag
Der Morgen begrüßt uns mit Himmelblau, Sonnenschein und lauem Lüftchen, Grund genug, das erste Frühstück des Jahres draußen zu genießen, nachdem Wim dem hochgelobten Heidbäcker um die Ecke Verführerisches abkaufen konnte, u.a. Franzbrötchen, lt. Netz die Besten weit und breit.
Nun steht aber Sightseeing Lüneburg auf dem Programm. Räder raus, aufsatteln. Wir sind sehr gespannt, was uns in der historischen Salz- und Hansestadt Lüneburg erwartet. Erstmals im Mittelalter erwähnt, mauserte sich das ehemalige Dorf durch seine vier Siedlungsplätze, dem Markt-, Sand-, Sülz- und Wasserviertel, und startete in eine wirtschaftliche und kulturelle Blütezeit von höchster Güte und zählt auch heute noch zu einer der schönsten Städte im Norden Deutschlands. Gern und stolz lassen sich zwei „schwer bewaffnete“ Stadthüter fotografieren, denen wir schon an der ersten Ecke begegnen, bevor wir eintauchen in die romantischen Gassen mit ihren wunderhübschen Backsteinfassaden.
Ohne Zweifel hat sich das über 1.000 Jahre alte Lüneburg, das den Zweiten Weltkrieg unzerstört überstand, sein traumhaftes mittelalterliches Stadtbild bewahrt. Man spürt überall die spannende Geschichte Lüneburgs, das durch den Handel mit Salz zu einer der bedeutendsten Städte der Hanse aufstieg. So reiht sich eine Sehenswürdigkeit an die andere.
Wir kommen im Zentrum auf einen der ältesten Plätze Lüneburgs, den Platz „Am Sande“. Er gehört zu den wohl bedeutendsten mittelalterlichen Plätzen in ganz Deutschland. Im Mittelalter kreuzten sich hier die Wege der Lüneburger Siedlungskerne, und gleichzeitig verliefen hier wichtige damalige Handelsstraßen u. a. in die Hansestädte Hamburg und Lübeck. Damit war der Platz „Am Sande“ Lüneburgs wichtigster Warenumschlagplatz. Zahlreiche Kaufleute und Händler kamen hier mit ihren Pferdefuhrwerken und Ochsenkarren an, stapelten ihre Waren, handelten und feilschten. Hört man genau hin, kann man das Klappern der Hufe und Knarren der Karrenräder auf holprigem Pflaster erahnen. Heute ist der Platz aber vor allem architektonisch äußerst beeindruckend und absolut sehenswert. Prächtige Bürgerhäuser mit allen Arten von Lüneburger Giebeln unterschiedlicher Epochen reihen sich aneinander, wobei eines, obwohl zum Teil eingerüstet, ganz besonders auffällt. In diesem zu den schönsten Giebelhäusern der Stadt zählenden Gebäude residiert die IHK Lüneburg-Wolfsburg. Das Renaissancebauwerk aus dem Jahr 1548 wurde ursprünglich als Brauhaus errichtet und über die Jahrhunderte hinweg vielseitig genutzt als Gastwirtschaft, Geschäftshaus und Staatsbank. Heute ist es eines der beliebtesten Fotomotive der Hansestadt.
Auf der Bäckerstraße sticht vor allem ein Gebäude besonders heraus, ein echter Hingucker mit heilender Vergangenheit: die Lüneburger Raths-Apotheke mit ihrem auffallend farbenfrohen Portal. Das imposante Eckgebäude wurde 1598 mit gotischen Formen mit wuchtigem neunstufigem, reich verzierten Treppengiebel gestaltet. Oben am Giebel prangt in goldenen Lettern ein lateinischer Spruch. Übersetzt bedeutet er so viel wie: „Es heilet sie weder Kraut noch Pflaster, sondern dein Wort, Herr, welches alles heilet." Das große Wappen über dem Portal zeigt an, dass die Apotheke in den Besitz des Rates gehörte. Links und rechts neben dem Portalbogen sitzen zwei Frauen. Die linke Allegorie mit Hund symbolisiert Olfactus, den Geruchssinn. Die rechte mit dem Affen stellt Gustus, den Geschmack dar. Sie symbolisieren das, was ein guter Apotheker braucht, um Medikamente herzustellen: eine feine Nase und eine gute Zunge. Hier wurden einst Wundertränke gemischt. Die Alte Raths-Apotheke war über Jahrhunderte hinweg die erste Anlaufstelle für Medizin und Heilkräuter. Noch heute beherbergt das Gebäude eine Apotheke, in der man eine nach Originalrezept des Apothekers hergestellte Lüneburger Sole-Creme erwerben kann.
Beim Weiterbummeln zeigt unsere bellende Chianga plötzlich an: Gefahr voraus! Und siehe da, wir stehen vor einer naturgetreuen lebensgroßen Wildsau, der Lüneburger Salzsau, der die Stadt all ihren Reichtum, Wohlstand und ihr Ansehen verdankt, folgt man jedenfalls der Legende, die sich um diese Sau rankt. Sie kann auf einer kleinen Tafel aufgelesen werden. Vom Schreck erholt erhaschen wir zur Linken noch bevor es weitergeht über einen weiten Platz hinweg einen Blick auf das altehrwürdige, seit 1230 erbaute und immer wieder erweiterte Lüneburger Rathaus, das Geschichtenerzähler, Verwaltungssitz, Wahrzeichen und Schmuckstück zugleich ist. Mit seinen 259 Räumen zählt es zu den herausragendsten Baudenkmälern Norddeutschlands und ist das größte mittelalterliche Rathaus im Norden.
Ein paar Gassen später erreichen wir etwas abschüssig zum Ufer der Ilmenau hin das historische Wasserviertel und den Stintmarkt. Hier pulsiert das Leben. Der Stintmarkt ist Lüneburgs Ausgehmeile Nummer eins. Ob lauschiges Plätzchen am Wasser oder ein kühles Bier im Trubel, hier kommt wohl jeder auf seine Kosten in den vielen Restaurants, Bars und Cafés, die die historische Promenade säumen. Der Name „Stint“ stammt übrigens ab vom gleichnamigen kleinen Fisch, der hier früher gehandelt wurde.
Ein Denkmal besonderer Art aber ist der gegenüber liegende „Alte Kran“, der seit Jahrhunderten tonnenweise Geschichte stemmt und an Lüneburgs Blütezeit als Handelsstadt erinnert. Der hölzerne Kran stammt aus dem 14. Jahrhundert und wurde früher genutzt, um schwere Lasten wie Salz und Waren in Schiffe zu verladen. Heute ist er Wahrzeichen und Symbol der hanseatischen Vergangenheit Lüneburgs.
Unüberhörbar fordert eine weitere Besonderheit Aufmerksamkeit: die Brausebrücke, der heimliche Star des „Rote Rosen“-Vorspanns, uns zwar völlig unbekannt, aber durch diese ARD-Telenovela über die Grenzen Deutschlands hinaus äußerst bekannt. Dem Brausen von Gefühlsduselei verdankt sie zwar nicht ihren Namen, allein das rauschende Wasser des Mühlenwehrs gab der Brausebrücke ihren Namen, von der aus man einen wunderschönen Blick hat auf den Stintmarkt, die beeindruckende Hotelanlage am Wasser und die beiden Mühlen, zwei Perlen im Wasserviertel, wie man sagt: Abtsmühle und Lüner Mühle. In der erstgenannten Mühle wurden sogar noch bis in die 80er Jahre hinein rund 60 Tonnen Getreide ausschließlich mit Wasserkraft gemahlen. Vom Turm der Abtsmühle aus konnte seit 1530 mit der sogenannten „Abtswasserkunst“ Wasser in die Stadt geleitet und so schon damals die Wasserversorgung der Patrizierhäuser gesichert werden. In der Lüner Mühle aus dem Jahr 1576 hatten die Bauern einst den Zehnten abzuliefern, der den Benediktiner-Nonnen im Kloster Lüne zustand. Heute gehören diese historischen Schätze zu einem Hotel-/Restaurant-Komplex, Wasser fließt anders in Haushalte und Mehl kauft man beim Discounter.
In den Gassen passieren wir einen von vielen Radwegweisern. Ein Mitcamper auf dem SP äußerte sich zu einer Windmühle in der Nähe. Und irgendwie passend zum gerade aktuellen Mühlen-Thema scheint jetzt ein Wegweiser diese Richtung anzuzeigen. Also verlassen wir Lüneburg und radeln bei herrlichstem Frühlingswetter Richtung Bardowick in der Hoffnung, dass ich das richtig in Erinnerung habe. Einige Kilometer entlang einer uninteressanten Landstraße später erreichen wir den Ort, und an dessen Ortsende recken sich schon vier riesige rotierende Mühlenflügel in den blauen Himmel hinauf. Tja, da ist sie, die Sehenswürdigkeit vor den Toren Lüneburgs, die mit robuster Technik bewegtesten Zeiten standgehalten hat, jährlich rund 300 Tonnen bewältigen kann und von der seit über 150 Jahren tätigen Müllerfamilie, die seit über 100 Jahren die Windmühle Bardowick betreibt, kraft- und liebevoll „unser Atomkraftwerk des Mittelalters“ genannt wird. Der Galerieholländer von 1813 ist eine von wenigen gewerblich genutzten Windmühlen in Deutschland und hat seit der umfassenden Restaurierung 1994/95, die von der Gemeinde finanziell und vom Windmühlenverein Bardowick ideell unterstützt wurde, wieder sein ursprüngliches Erscheinungsbild und mahlt so wie eh und je Getreide mit Windkraft.
Angeschlossen ist ein Mühlenladen mit einem umfangreichen Sortiment an Mehl, Tierfutter und Bio-Lebensmitteln sowie ein Mühlencafé im schnuckeligen Fachwerkhaus mit altem Ständerwerk, das aber leider noch nicht geöffnet hat. Bei uns, so die Müllerfamilie, erlebt der Besucher, dass Umweltschutz, Regionalität und wirtschaftlicher Erfolg gut miteinander funktionieren, und man sich auf die nächsten 200 Jahre freue.
Wir schlendern und schnuppern ein wenig im Bauch der Mühle herum, bestaunen die alten Utensilien und Handwerkszeuge, die allesamt noch genutzt und gebraucht werden. Selbst die Spule mit dem Garn zum Zunähen der Säcke wartet tadellos sauber und ordentlich auf die nächste Nähaktion. Schön, solche Altertümchen, auf die noch nicht verzichtet werden kann und soll, zu sehen. Und nach einem Einkehrschwung in einem Eiscafé auf der Rückfahrt über Land abseits der Hauptstraße blicken wir auf einen sehr gelungenen Reisetag in Lüneburg zurück. Mal sehn, was uns morgen in Schwerin erwartet.
29.03.2025 Samstag
Fertigmachen zum Abflug, Entsorgen an geräumiger Stelle am SP und Fahrt aufnehmen vorbei an den letzten schönen Hausfassaden Lüneburgs in Richtung Schwerin. In Lauenburg wollen wir die Elbe überqueren und in rund 140 km Schwerin erreichen. Irgendwo taucht ein Schild auf, das wir aber nur im Augenwinkel wahrnehmen. Angeblich ist LKW-Verbot auf der Brücke in Lauenburg. Mist, blöd, na ja, mal näher kommen und sehen, was geht. An der Tanke kurz vor Lauenburg versichert uns der freundliche Tankwart, dass das Verbot seit 3 Tagen aufgehoben und die Überfahrt frei sei. Also hinüber über die Wupper, die hier „Elbe“ heißt und einen Kanal. Ländlich geht‘s weiter bis uns dann öde Landstriche auf der A24 und der A14 folgen. Aber schnell erreichen wir die Gegend um Schwerin und damit eine Seenlandschaft immensen Ausmaßes. Rechts und links der Landstraße ziehen sich schon blaue Fluten, breit wie ein Meer, bis zum Horizont. Sehr schön, beeindruckend.
Wir laufen den SP im Sportbootzentrum Ziegelsee nördlich vom Zentrum an. Man konnte reservieren, was ich, wenn auch für uns total unüblich, praktisch empfand angesichts der Fülle herumirrender Womos an Wochenenden. Über kurze holprige Anfahrt rollen wir auf das Gelände des kleinen Hafens. Ein Schild zeigt mit Kennzeichen klar und deutlich unsere reservierte Stelle. Alles wirkt ordentlich und sauber. Auch die in die Jahre gekommene Bausubstanz im Hintergrund stört uns nicht. Der Blick fällt über den blauen See, die schaukelnden Boote und Ruhe herrscht. Besser geht nicht. Der Hafenmeister empfängt uns sehr freundlich, ich zahle für 2 Nächte und erkunde bei frischer, steifer Brise die nähere Umgebung. Auf einigen Booten haben es sich die Eigner bequem gemacht oder schrubben und wienern herum, der Frühling lockt und bringt den Winterdreck ans Licht.
Wir überlegen nicht lange, sondern machen schnell die Räder klar. Und uns mit Mützen und Schals ebenfalls. Die Wettervorhersage für morgen ist nämlich nicht sehr berauschend. Und heute bei diesem Himmelsblau macht sich eine Schlossumrundung einfach perfekt. So hoffen wir. Und es bewahrheitet sich, wenn es auch zunächst überschattet wird von einem glatzköpfigen Schwarm rechtsradikaler AfD-Parolen schmetternder Schwachmaten in Springerstiefeln. Man glaubt es nicht! Sind wir gerade mal 1 km im Osten unterwegs und schon das! Der unter lautem Gegröle vollführte Demonstrationsmarsch wird begleitet von einer Vielzahl von Polizisten, flankiert von zahlreichen Polizeiautos. Straßen sind für Autoverkehr abgesperrt, wir dürfen auf den Rädern passieren. Mannomann … Zeit, kulturell Wertvolles aufzuspüren! Und es kommt. Ist auch die Zufahrt zum Schloss etwas behindert durch eine von Polizei kaum abgeschottete Demo „Omas gegen Rechts“, können wir uns doch den Weg bahnen zu dieser außergewöhnlichen Schönheit, einem Märchenschloss, malerisch ruhend auf einer Insel, das Wahrzeichen der Stadt Schwerin, ein Fünfflügelbau, erbaut seit 1560, mit seinen umliegenden Residenzbauten seit 2024 eine UNESCO-Welterbestätte.
Vom Inneren erhaschen wir nur ein paar Blicke in den Innenhof, da Vieles geschlossen ist, aber rundum kann man sich ohnehin kaum sattsehen.
Schön ist, dass der weitläufige Schlossgarten mit dem Rad befahren werden darf. So gewinnen wir einen herrlichen Eindruck der prächtigen vieltürmigen Residenz, die sich von überallher auf verführerische Weise als überwältigende Kulisse ins Blickfeld und in die Sichtschneisen drängt. Einzigartig schön.
Chianga kann sogar ein Stück frei mitlaufen und nutzt das zwischen Enten, Schwänen und Reihern für eine von ihr so geschätzte Badepause.
Danach verlassen wir die Prachtbauten und -anlagen und schlagen uns in die Gassen der mit etwas weniger als 100.000 Einwohnern kleinsten deutschen Landeshauptstadt Schwerin, der bereits 1164 die Stadtrechte verliehen wurden. Lebendig geht es im Inneren zu, viele Menschen flanieren herum, Musik ertönt aus den Gassen, die Cafés sind außen gut besucht von ganz Hartgesottenen, denn in Schattenlagen ist es empfindlich kühl und die Sonnenstrahlen fallen schon nicht mehr in die Gassen.
An etlichen Stellen strahlt einem am Ende der Gassen das leuchtende Blau eines Sees entgegen. Wir sind in der Stadt der sieben Seen, Florenz des Nordens, sagt man, eine Stadt, die sich als gelungene Mischung aus Natur, Architektur, großer Kunst und den Zeugnissen ihrer langen Geschichte präsentiert. Wer über das Kopfsteinpflaster bummelt, der spürt, es gibt viel zu entdecken. Und mit letzten Blicken auf das von der späten Nachmittagssonne nochmal richtig in Szene gesetzte Schlösschen radeln wir die 4 km zum SP zurück. Mal sehn, was uns morgen gelingt … aber erstmal versinkt der kleine Hafen still im Abendrot.
30.03.2025 Sonntag
So so, Sonntag … Sonn-Tag ??
Nein, keineswegs. Eher Regen-Tag. Die Sonne fehlt gänzlich.
5 Grad morgens, stürmisch, teils ergiebiger Regen, ansonsten Sprühregen, ganztags, duster, grau in allen Schattierungen, gegen Abend sehr vereinzelt zartes Himmelsblau in winzigen Wolkenlücken. Ein Wetter, an dem man keinen Hund vor die Tür jagt, schon mal gar nicht einen Ridgeback. Wir bleiben drin. Wir lesen und schreiben. Dank super funktionierendem WLan vom Platz ist das Bearbeiten der Website absolut hakelfrei möglich. So geht auch dieser Tag freudig zu Ende, auch mit viel Dankbarkeit dafür, gestern noch zur Schloßumrundung gestartet und nicht faul am Womo zusammengefallen zu sein. Und morgen steuern wir Boltenhagen an.
Aber einen hab ich noch ;-) !
Bei den vielen Seen und dem regengrauen Himmel und den gelegentlich aufblitzenden Sonnenstrahlen muss es doch einen geben, einen Regenbogen!
Und siehe da … er erscheint, spät, aber da isser, prächtig und bunt.
Schön, wenn auf irgendwas Verlass ist ! :-)